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Edemissens Omar Fahmy beweist
während des Fastens Willensstärke

TSV-Akteur hält den Ramadan
seit zwölf Jahren ein – "Merke, dass
ich nach 60 Minuten nicht mehr so fit bin"
Kürzlich ist der Ramadan zu Ende
gegangen. Vier Wochen lang durften gläubige Muslime
erst nach Sonnenuntergang Essen und Trinken.
So auch Omar Fahmy, der seine erste komplette Saison
für die Bezirksoberliga-Mannschaft des TSV Edemissen
spielte. Im vergangenen Jahr wirkte Fahmy bereits in
der Rückrunde mit.
"Ich faste, seitdem ich sieben Jahre alt bin und
habe auch in diesem Jahr wieder gefastet." Den
Sinn des Fastens umschreibt Fahmy so: "Dadurch
soll man sich in ärmere Menschen hineinversetzen,
um schätzen zu lernen, was man selbst hat. Das
abendliche Zusammensitzen mit Freunden und Familie soll
den Zusammenhalt stärken."
Trotz des Fastens änderte Fahmy nichts an seinem
Trainingsablauf. "Während des Trainings merkt
man eigentlich keine große Schwächung des
Körpers", berichtet Fahmy, fügt aber
hinzu: "Während eines Spiels merke ich dann
allerdings schon, dass ich nach 60 Minuten nicht mehr
so fit bin wie sonst. Meine Eltern meinten, dass ich,
wenn ein Spiel ansteht, nicht unbedingt fasten soll,
da so eine Partie für den Körper ja ganz schön
anstrengend sein kann, wenn man vorher nichts isst und
trinkt. Ich habe trotzdem bei einigen Spiele gefastet:
Der Wille war groß, trotz dieses Handicaps eine
gute Leistung zu bringen."
In der Mannschaft des TSV Edemissen fühlt sich
Fahmy übrigens pudelwohl: "Das ist hier ein
super Umfeld, ich wurde sehr gut in der Mannschaft aufgenommen.
Meine Mitspieler können mir auch noch einiges beibringen.
Es macht Spaß", erklärt der 19-Jährige.
Das Edemissener Team holte aus den vergangenen sechs
Partien nur einen Punkt, am Wochenende ist Mitaufsteiger
Kästorf zu Gast. "Wir haben in den vergangenen
Begegnung allein fünf Eigentore geschossen und
brauchen deshalb unbedingt ein Erfolgserlebnis, um aus
dieser Pechsträhne rauszukommen", erklärt
Fahmy. "Es gibt immer mal kleine Negativserien,
dass hört aber auch wieder auf. Da wir unbedingt
die Klasse halten wollen, müssen wir gegen Kästorf
sehr konzentriert und engagiert zur Sache gehen, denn
ein Sieg würde uns sehr gut tun", so Fahmy,
dem eventuell nur die Rolle des Motivators bleibt. Ihn
plagen Knöchelprobleme.
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