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Kiontke: „Ich gehe zum BSV Ölper“
Interview mit Edemissens Fußball-Torwart über
eine neue Herausforderung im Sommer, den möglichen
Klassenerhalt mit seinem Team und die Situation bei
Ex-Klub Eintracht Braunschweig
„Lengede verzweifelt an Teufelskerl Kiontke“
oder „Kiontke verhindert ein Debakel“ oder
wie wär‘s mit „Bester Torwart: Sven
Kiontke“: Das alles sind Überschriften aus
der PAZ, sie alle verdeutlichen die Klasse von Edemissens
Keeper Sven Kiontke. Im Interview mit Sportredakteur
Christian Meyer verriet der 27-Jährige, dass er
die Eintracht nach drei Jahren zum Saisonende verlassen
wird. „Aber vorher will ich mit dem Team noch
den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga schaffen.“
Herr Kiontke, für welchen Verein spielen Sie in
der nächsten Saison?
Edemissen ist mir sehr ans Herz gewachsen, die Fans,
das tolle Umfeld. Deshalb ist mir die Entscheidung nicht
leicht gefallen, aber ich werde den Verein am Saisonende
verlassen und zum BSV Ölper wechseln.
Was war ausschlaggebend für den Wechsel?
Ich wollte noch einmal eine Klasse höher spielen.
Die Niedersachsenliga traue ich mir zu. Ölper wollte
mich schon vor dieser Saison verpflichten und ist dran
geblieben. Trainer Willi Feer hat mich dann überzeugen
können. Ich freue mich auf die Herausforderung.
Wie schätzen Sie ihre Chancen ein, auch tatsächlich
in der Startelf zu stehen?
Ich bin 27 Jahre alt, da gehe ich nicht noch irgendwo
hin, um mich auf die Bank zu setzen. Willi Feer wollte
mich auch nach Vallstedt und zum VfB Peine holen, deshalb
rechne ich mir gute Chancen aus.
Welche Erinnerungen werden Sie aus der Edemisser Zeit
behalten?
Einige gute. Ich bin mit dem Team aus der Bezirksliga
aufgestiegen, habe den Härke-Pokal und den PAZ-Cup
gewonnen und bin dort auch als bester Torwart ausgezeichnet
worden. Kurzum: Es lief wunderbar in Edemissen. Und
das lag auch an der Unterstützung durch meine Freundin
Yvonne.
Derzeit sind Sie allerdings mit Edemissen Tabellenletzter.
Wie viele Punkte muss die Eintracht über Ostern
holen, damit sie nicht absteigt?
So viele wie möglich. Gegen Osterode haben wir
im Hinspiel 4:1 gewonnen und klar dominiert. Doch die
haben ebenso einen Lauf wie unser zweiter Gegner 1.
FC Wolfsburg. Aber ich bin optimistisch. Jeder im Team
weiß, worum es geht. Die Stimmung ist gut und
alle ziehen im Training gut mit.
Wie zufrieden sind Sie bisher mit den Spielen nach
der Winterpause?
Wir haben unser System gefunden und überzeugen
durch Kampf. Für mich wäre es super, wenn
ich vor meinem Wechsel noch den Klassenerhalt mitnehmen
kann. Wir können das schaffen.
Auch ein Ex-Team von Ihnen steht derzeit mächtig
unter Druck. Schafft Eintracht Braunschweig noch die
Qualifikation für die eingleisige dritte Liga?
Davon gehe ich stark aus, sie spielen ja gerade etwas
besser. Mein Herz hängt immer noch an Braunschweig.
Die Zeit dort möchte ich nicht missen. Ab und zu
telefoniere ich noch mit Uwe Hain, dem Trainer der Reserve.
Im Sommer steht die Fußball-Europameisterschaft
in Österreich und der Schweiz an. Wen würden
Sie am liebsten im deutschen Tor sehen?
Mich hat ja leider keiner angerufen, aber ich hätte
auch keine Zeit. Aber Spaß bei Seite: Jens Lehmann
ist für mich die Nummer eins. Es wäre schön,
wenn er noch Spielpraxis sammeln könnte. Nach der
EM plädiere ich für Robert Enke. Er bringt
die konstantesten Leistungen. René Adler und
Manuel Neuer festigen sich zwar gerade, brauchen aber
noch etwas Zeit.
Interview mit Christian Meyer, PAZ
Quelle paz-online
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